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am 6. November

Wasser die Grundlage allen Lebens; Wasser, das Thema des Sommers; Wasser im Bezirk Freistadt

Christiane Jogna - Christiane Jogna, die Grüne Bezirkssprecherin, im Gespräch mit Emil Böttcher, Obmann der Wassergenossenschaft Lasberg.

Christiane Jogna

Ich kenne und schätze Dich seit Jahren als sehr aktiven und engagierten Kollegen. Sowohl Deine Arbeit im Gemeinderat, als auch Dein Engagement im Bezirksvorstand nimmt viel Zeit in Anspruch. Was hat Dich dazu bewogen, nun zusätzlich die verantwortungsvolle Aufgabe als Obmann der Wassergenossenschaft Lasberg zu übernehmen?  

Emil Böttcher

Ich bin viel in der Natur unterwegs und dabei den Kreisläufen des Lebens sehr nahe. Das Wasser hat mich schon immer fasziniert. Wasser ist Leben und die Grundlage unserer Existenz. Die Sicherstellung der Wasserversorgung für unsere Gemeinde ist eine große Herausforderung und eine wichtige Aufgabe. Dazu wollte ich gerne einen Beitrag leisten. Ich arbeite gerne sachorientiert und engagiere mich gerne in überparteilichen Gremien. Ich würde mich als Teamplayer bezeichnen, Wertschätzung im Umgang miteinander und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sind mir wichtig. Ich denke, dies gelingt uns in der Wassergenossenschaft. Lösungen werden gemeinsam erarbeitet und umgesetzt, dabei gilt Transparenz und das sogenannten „Vier Augen Prinzip“.

Christiane Jogna

Für mich steht fest: Trinkwasser ist ein Grundrecht und keine Handelsware und die Wasserversorgung darf auf keinen Fall privatisiert werden. Wie kann das sichergestellt werden?

Emil Böttcher

Die WasserGENOSSENSCHAFT ist eine Möglichkeit, dem zu begegnen. Dabei sind die GemeindebürgerInnen nicht nur KundInnen, sondern auch MiteigentümerInnen. Alle, die einen Wasseranschluss besitzen, haben eine Stimme, unabhängig vom Wasserverbrauch. Die Wassergenossenschaft arbeitet nicht gewinnorientiert, gemeinsames Ziel ist die Sicherstellung der (Trink-)Wasserversorgung, damit nicht nur wir sondern auch künftige Generationen das Wasser in der hervorragenden Qualität nutzen können, wie es uns die Natur zur Verfügung stellt. In Zeiten von Klimawandel, Dürreperioden, Trockenheit und Starkregenfällen ist das eine große Herausforderung. Wir sind mitten im Klimawandel! Jetzt müssen wir umgehen lernen mit der Klimaveränderung!

Christiane Jogna

​Ist die Versorgung gesichert und was sind derzeit Eure Hauptaufgaben?

Emil Böttcher

Ja, die Versorgung mit Trinkwasser gilt in Lasberg derzeit als gesichert. Zur Zeit beschäftigen wir uns mit weiteren Quellsanierungen, Erneuerungen von Versorgungsleitungen und im administrativen Bereich, mit der Automatisierung der Mitgliederverwaltung (Wasserzählerablesung und Verrechnung). Im Ausschuss erarbeiten wir die Ideen und Vorschläge für die notwendigen Maßnahmen und Investitionen, über die dann in der Mitgliederversammlung entschieden wird.

Christiane Jogna

Zweites wichtiges Thema, neben der Versorgung mit Trinkwasser, ist der Schutz vor Hochwasser. Du bist auch Mitglied der Initiative für nachhaltigen, ökologischen Hochwasserschutz. Kann man beides miteinander verbinden?

Emil Böttcher

Selbstverständlich. Es muss gewährleistet sein, dass das Wasser dort im Boden versickert, wo es auftritt. Nur so können unsere Quellen genährt werden. Im Unterschied zur bisherigen Vorgangsweise, bei der die Wasserabläufe in Rinnsalen, Bächen und Flüssen beschleunigt werden, gilt es, das Wasser zu entschleunigen. Dies kann mit regionalen, naturnahen Rückhaltebecken bewirkt werden und stellt zugleich einen wirksamen, nachhaltigen und ökologischen Hochwasserschutz dar.  

Christiane Jogna

Vielen Dank für dieses interessante Gespräch!​

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