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am 8. August

Anfrage zu Vergeudung von wertvollem Boden

David Stögmüller, Ulrike Böker, Christiane Jogna - Bundesrat David Stögmüller richtet wegen Vergeudung von wertvollem Boden im Fall S10/Lasberg eine parlamentarische Anfrage an Verkehrsminister Leichtfried. Warnungen von unsererseits wurden ignoriert und der Humus schwamm den Bach runter.

Kostbarer Boden ist weggeschwemmt, die Magerwiese ebenfalls, die Ackerflächen für Generationen verloren. Was bleiben sind die Kosten sowie Frust und Ärger der Bevölkerung von Lasberg. Hätte man deren Warnungen ernst genommen, wäre dieses Fiasko ausgeblieben. Ich will Aufklärung in diesem Fall und werde einfordern, dass bei künftigen Projekten sorgsamer vorgegangen und die wertvolle Ressource Boden nicht mehr vergeudet wird.
-BR David Stögmüller​

Stögmüller wird eine parlamentarische Anfrage an Verkehrsminister Leichtfried einbringen. 

Fakt ist:

Um im Zuge des S10-Baus eine ökologische Ausgleichsfläche zu schaffen, hat die Asfinag in Lasberg 45.000 Kubikmeter Erdreich von einer 9 Hektar großen Ackerfläche abtransportiert. Ziel war eine artenreiche Magerwiese zu schaffen. Den gewonnenen Humus hat die Asfinag anderswo als Entschädigung für Grundablösen aufgetragen, in der Annahme doppelt positives zu bewirken. Aber das Gegenteil ist eingetreten: Starker Regen hat den aufgerissenen Boden der künstlich geschaffenen Magerwiese teilweise in einen Bach abgeschwemmt.

Stögmüller will diese Fakten nicht hinnehmen: "Ich will wissen, was das Ministerium zu tun gedenkt. Wann und wie werden die Schäden beseitigt, hat es bereits Gespräche gegeben? Was ist getan worden um Errosionsschäden vorzubeugen, was kostet das alles, gibt es ähnlich gelagerte Fälle und was lernt die Asfinag aus der Causa für künftige Projekte? Ich gespannt auf die Antworten“

Kritik und Warnungen ignoriert – schonendere Ausgleichmaßahmen wären möglich gewesen


Breite Unterstützung erhält Stögmüller durch die Grüne Gemeindesprecherin LAbg. Uli Böker und unserer Bezirkssprecherin, Christiane Jogna, die seit geraumer Zeit diese Ausgleichsmaßnahme scharf kritisieren. 

Der Fall zeigt, dass man mit der wertvollen Ressource Boden viel sorgsamer umgehen muss - insbesondere bei großen Bauprojekten. Eine behutsamere Ausgleichsmaßnahme wäre auch hier möglich gewesen. Man hätte eine Magerwiese auch ohne Humusabtrag schaffen und die Bodenstruktur erhalten können
-Ulrike Böker​

Böker fordert bei künftigen Bauprojekten folgende Maßnahmen:

  • ​Vermeidung von Humusverlusten durch definierte Bauausschreibungen
  • Beiziehung eines bodenkundlichen Experten
  • Verzicht auf großflächigen Bodenabtrag

Die Forderungen sind von uns per Antrag in den Landtag eingebracht worden. 

Bezirkssprecherin Christiane Jogna kritisiert diese Maßnahmen schon länger:

Es hat in der Gemeinde massiven Widerstand gegen diese Maßnahmen gegeben – natürlich auch durch uns Grüne. Aber man hat alle Bedenken in den Wind geschlagen mit den nun bekannten Folgen. Es ist einfach unverantwortlich die Zerstörung der Natur durch eine weitere Zerstörung von Natur ausgleichen zu wollen und dafür auch noch Steuergelder zu verwenden. Das muss den Verantwortlichen endlich bewusst werden. Natürlich sind wir sehr gespannt auf die Antworten des Verkehrsministers.


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