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am 16. April

Der Schaden ist angerichtet

Hermine Moser - Durch Führungsfehler und strategische Fehler hat Frau Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer das Projekt Stadtmarketing vorerst zerstört.

Wir Grünen fordern, das Desaster einzugestehen.

Wir fordern, die Verschwendung von finanziellen und menschlichen Ressourcen einzugestehen. Wir fordern das Aufarbeiten des Desasters.

Bettina Braumann hat mit ihrem Abgang ein starkes Zeichen gesetzt. Sie hat ihre Finger genau auf die wunden Punkte gelegt, die unserer Stadt auch abseits vom Stadtmarketing zu schaffen machen.

Schon der Einstieg von Frau Braumann im Oktober 2017 war geprägt durch den Versuch der Frau Bürgermeisterin, die neue Stadtmanagerin „für sich, für die ÖVP“ zu reklamieren. Beispielsweise wurde die neue Stadtmanagerin erstmals in der ÖVP Stadtzeitung anstatt in der Gemeindezeitung „Aus dem Rathaus“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Autonomes Arbeiten ist ein Muss für erfolgreiche Arbeiten


Am 16. Oktober fand ein ganztägiger Strategie-Workshop unter Leitung der Firma CIMA Österreich, mit der Frau Bürgermeisterin, der Stadtmanagerin, der Gemeindeleitung und VertreterInnen der Fraktionen des Gemeinderates, des Tourismus-Verbandes, von Pro Freistadt und der Braukommune statt.

Neben der Konzeption der inhaltlichen Meilensteine war ein wichtiger Tagesordnungspunkt, welche Arbeitsbedingungen Frau Braumann braucht, um das Stadtmarketing optimal betreiben zu können. Sinngemäß stellte Herr Murauer von der Firma CIMA Österreich die gegenteilige, provokante Frage:

„Was alles muss Frau Braumann zugemutet werden, damit sie in ihrer
Aufgabe, dem Stadtmarketing, mit ziemlicher Sicherheit scheitern
wird?“

Als gemeinsame Erkenntnis aller Teilnehmenden wurde damals festgehalten,
was sicher nicht passieren darf:

Sie mit Arbeit überhäufen, sodass sie von ihrer Kernaufgabe abgelenkt wird. Sich von außen in alles und jedes einmischen. Sie verantwortlich für Sachlagen machen, die nicht in ihrer Zuständigkeit liegen. Zu denken, sie sei Handlangerin für Aufgaben, die anderen Gremien der Stadtgemeinde zustehen. Von ihr ein „Klinkenputzen“ erwarten. Sie vereinnahmen wollen.

Frau Braumann machte bei diesem Workshop unmissverständlich klar, dass sie nicht wünscht, ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung in Partei-Publikationen abgelichtet zu
werden. Die Frau Bürgermeisterin zeigte sich „not amused“ und antwortete mit eisigem Schweigen.

In den folgenden Monaten der Zusammenarbeit zeigte sich leider das
Negativ-Szenario, vor dem beim Strategie-Workshop ausdrücklich
gewarnt worden war.

Frau Braumann ist best qualifiziert und fand breite Zustimmung für ihre Arbeit

Frau Braumann brachte den distanzierten Blick von außen sowie Sachkenntnis,  Begeisterung für ihre Arbeit und auch Beharrlichkeit mit. Nicht umsonst war sie in einem sorgfältigen und offenen Assessment-Verfahren als Bestqualifizierte ausgewählt worden.

Das Stadtmarketing ist themenmäßig dem Wirtschafts- und Tourismus Ausschuss zugeordnet. Bei der Sitzung am 1. März war Frau Braumann zu Gast und stellte ihre inhaltliche Arbeit vor. Zusätzlich hatte sie mit der „Schatzkarte“, welche Freistadt im Zusammenschluss mit den „Kleinen historischen Städten“ in Österreich zeigt, und mit dem Einladungs-Flyer für den Ostermarkt konkrete Beispiele ihrer Arbeit mitgebracht. Frau Braumann fand bei den Ausschussmitgliedern und auch bei ÖVP-Stadtrat Clemens Poissl reges Interesse für ihre Projekte, und nach kritischem Hinterfragen auch ungeteilte
Zustimmung.

FrauBraumann hat grandiose Ideen für eine Neuausrichtung des Stadtmarketings unter internationalen Aspekten auch in Richtung Tourismus skizziert. Die Umsetzung dieser Ideen in Zusammenhang mit der 800 Jahr Feier 2020 durch Bettina Braumann ist ein absolutes Muss. Wir fordern entsprechende Bemühungen von Seiten der Stadtregierung, die Voraussetzungen zu schaffen, damit Frau Braumann ihre Arbeit für Freistadt unter fairen Bedingungen fortsetzen kann.


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